AEMP Universitätsklinikum Tübingen

Umbau ehemalige Zentralküche in eine Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte

Bauherr

Universitätsklinikum Tübingen

Projektdaten

NUF: 2.150 m²
BGF: 4.230 m²
VgV-Verfahren
Planung: 2018-2020
Realisierung: 2020-2021
Leistungsphasen: 2-8 in ARGE mit Ernst² Architekten

Team

Rainer Eltze (Projektleiter), Nadine Kostewa, Angelika Staudenmaier, Nadja Yasin

Das Universitätsklinikum Tübingen benötigt eine neue zentrale Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Der Maschinenpark wird auf ein aufzubereitendes Volumen von 92.000 Sterilguteinheiten (StE) ausgelegt, und beinhaltet Erweiterungsmöglichkeiten auf bis zu 108.00 StE. Die neue AEMP übernimmt die Funktionen des bisherigen AEMP Versorgungszentrums sowie das Aufbereitungsvolumen der Frauenklinik, der Hautklinik und der Forschung.

Das Bestandsgebäude der ehemaligen Zentralküche an der Otfried-Müller-Straße 6, im Ver- und Entsorgungszentrum der Kliniken Berg, wird für die AEMP umgebaut. Über eine vorhandene Anbindung an die AWT (Automatisches Warentransportsystem) erfolgt die Logistik für das Klinikum am Berg. Der An- und Abtransport mit den externen Bereichen wird über den angrenzenden Wirtschaftshof organisiert.

Mit einer neuen Außenhülle wird das Gebäude entsprechend den statischen und energetischen Anforderungen saniert. Die neuen Fassaden sollen, im Gegensatz zum Bestand, nicht mehr zwischen die Rohbaudecken, sondern als PR-Aluminiumkonstruktion vor die Rohdecken gesetzt werden. Als Sonnenschutz werden außenliegende schienengeführte Raffstores vorgesehen. Die opaken Fassadenelemente sind aus elfenbeinfarbenen Aluminiumverkleidungen. Die Sheddachkonstruktion des Bestands muss aus statischen Gründen durch ein Stahltragwerk aus Fachwerkträgern und Verbindungspfetten ersetzt werden. Für die beiden großen Arbeitsbereiche – unreine und reine Zone – werden jeweils drei große Oberlichter im Dach angeordnet. Sie erfüllen neben der Tageslichtversorgung auch die Brandschutzanforderung nach einem Rauch- und Wärmeabzug.